Lizenz zur Spionage

Militärische Verbindungsmissionen im Kalten Krieg

Von Söhnke Streckel und Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Sprecher: Jürgen Franz, Horst Hildebrand, Thomas Höhne, Oliver Jacobs, Sebastian Mirow, Bernt Hahn
Tn und Technik: Daniel Senger, Judith Rübenach
Regie: Iris Drögekamp

Sendetermin: 2. November 2011, 22.05 Uhr - SWR2 - 55 Minuten

Leider konnte die Sendung am 2. November 2011 um 22.05 Uhr weder über Internet-Livestream noch über Satellit gehört werden. Sämtliche Hörfunkprogramme des SWR waren zu diesem Zeitpunkt nicht oder nur teilweise zu empfangen. Ein Ersatz-Sendetermin steht zur Zeit noch nicht fest.

Manuskript im .pdf-Format [hier]
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Am 24. März 1985 starteten der US-Major Arthur D. Nicholson und sein Fahrer Sgt. Jessie G. Schatz zu einer Aufklärungstour in die DDR. Als Angehörige der amerikanischen Militärverbindungsmission durften sie sich dort frei bewegen - mit Ausnahme militärischer Sperrgebiete. Der Versuch Nicholsons, ein Übungsgelände der Sowjetarmee bei Ludwigslust auszuspionieren, endete in einer Katastrophe: Ein sowjetischer Wachtposten eröffnete das Feuer auf die Amerikaner - für Major Nicholson kam jede Hilfe zu spät. Sein Tod sorgte nicht nur für diplomatische Verstimmungen zwischen den damaligen Supermächten, sondern wirft ein Schlaglicht auf die geheime Tätigkeit der militärischen Beobachter auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.

Die Einrichtung der Verbindungsmissionen wurde 1944 beschlossen, um nach dem Krieg die reibungslose Kommunikation zwischen den alliierten Vertretern der drei Westmächte und der Sowjetunion zu gewährleisten. Im folgenden Kalten Krieg wurde aus der Kommunikation allerdings zunehmend Spionage. Und die Soldaten bekamen andere Aufgaben und Funktionen.

Das Foto zeigt zwei Angehörige der amerikanischen Militärverbindungsmission beim Einsatz.