Spürt hier jemand einen Killerinstinkt?

Paintball im Selbstversuch

Produktion SWR2 - Sendung: 16.09.2009, 19.20 Uhr, SWR2 - Dschungel - 25 Minuten

Eine Hörfunk-Reportage von Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Mit: Daniel Maiberg, Ronsard S. Grell
Sprecher: Volker Risch
Ton und Technik: Roland Winger
Regie: Carola Preuss

Sendung anhören: [hier]

Paintball ist ein Spiel, bei dem zwei Mannschaften versuchen, in den Besitz der Fahne des jeweils anderen Teams zu gelangen und sie zum eigenen Fahnenpunkt zu bringen. Als Spielgerät dienen so genannte Markierer, mit deren Hilfe mit Lebensmittelfarbe gefüllte Gelatinekugeln verschossen werden können. Zerplatzt eine solche Farbkugel an der Kleidung eines Gegenspielers, gilt er als markiert und muss die laufende Spielrunde verlassen.

Entstanden ist Paintball vor mehr als 20 Jahren in Amerika. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile 20.000 Spieler, die auf rund 200 Feldern und in Hallen aktiv sind. Dabei sind vom Arzt bis zum Bauarbeiter alle Berufsschichten vertreten. Die Befürworter des Spiels sagen: "Paintball ist ein Teamsport." Die Gegner argumentieren, dass hier auf Menschen geschossen wird und das Spiel Gewaltausbrüche fördern könnte. Das von der Politik nach dem Amoklauf eines Schülers in Winnenden geforderte Verbot ist vom Tisch. Doch was macht dieses Spiel denn nun wirklich aus? Weckt es tatsächlich den Killerinstinkt? Zwei Paintballneulinge wagen einen Selbstversuch.
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Bild rechts: Zwei Paintballspieler auf einem Waldspielfeld
Quelle: wikipedia.org / © H. Koch