Agent aus Abenteuerlust
Ein junger Student und der militärische Nachrichtendienst der DDR

Sendetermin: Freitag, 5. Juli 2019, 15.05 Uhr, SWR2 Leben - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann

Im Mai 1972 bekommt der junge Frankfurter Student Günter Platzdasch Kontakt mit dem Militärgeheimdienst der DDR. Er soll für den Osten einige Standorte von Bundeswehr und US-Armee auskundschaften. Ideologische Differenzen mit seinen Ostberliner Auftraggebern sorgen aber bald für ein schnelles Ende seines Geheimauftrages. Die Sorge vor nachträglichen Konsequenzen scheint zunächst unbegründet. Erst mit dem Mauerfall kehrt die scheinbar vergessene Vergangenheit zurück. Bei einem Treffen mit seinem einstigen Führungsoffizier wird Platzdasch enttarnt. Mit fatalen Folgen für sein weiteres Leben.

Foto: Günter Platzdasch vor dem Mahnmal Bodesruh, ein 1973 zur Mahnung an die deutsche Teilung errichteter Aussichtsturm in der Gemarkung von Kleinensee im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Osthessen, unmittelbar an der heutigen Landesgrenze zu Thüringen.
© (2019) Thomas Gaevert

Kalter Krieg im Radio
Propagandaschlachten im Nachkriegsdeutschland

Sendetermin: Mittwoch, 6. November 2019, 22.05 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfgang Wessels

Kaum war der 2. Weltkrieg zuende, konnte man in Deutschland schon wieder Radio hören. Auf Geheiß der sowjetischen Militärregierung ging am 13. Mai 1945 der Berliner Rundfunk in der geteilten Stadt an den Start. Seine Kennung: „Hier spricht Berlin.“ Ein Jahr später folgte die amerikanische Besatzungsmacht mit dem „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ (RIAS). Dessen Kennung: „Eine freie Stimme der freien Welt“.

Am Anfang galt die Regel, dass sich die alliierten Mächte im Radio nicht gegenseitig kritisieren sollten. Doch die Konflikte ließen nicht lange auf sich warten und der Kalte Krieg zwischen Ost und West wurde auch im Radio ausgetragen - mit viel ideologischer Propaganda und immer neuen Sendeformaten auf beiden Seiten. Erst der Mauerfall beendete dieses besondere Kapitel deutsch-deutscher Rundfunkgeschichte.

 

Das Haus hat gelbe Fenster
Eine Gruselfiktion von Maidon Bader und Thomas Gaevert

Hörspiel-Produktion - 2018/2019
Länge: ca. 50 Minuten
geplante Veröffentlichung: September 2019

Darsteller:
Annabelle Leip als Anna
Nicole Gospodarek als Valentina
Jannek Petri als Robert

Sprecher/innen: Annette Strasser, Kirstin Petri, Iris Disse, Walter Renneisen und Schäfer

Musik: Tom Beiler
Geige: Birgit Dette
Mischung: Andreas Bernhard

[Maidon Bader]

Am Stadtrand steht ein denkmalgeschützes Haus, dem Verfall anheim gegeben. Zwei Frauen treffen dort aufeinander, sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Anna (Annabelle Leip), die der Enge eines geregelten Lebens entflohen ist, und Valentina (Nicole Gospodarek), eine heimatlose Künstlerin. Anna sieht Valentina dabei zu, wie sie in den Tag hinein lebt und kompromisslos ihre Kunst-Aktionen inszeniert. Zuerst ist Anna schockiert, dann fasziniert. Aus Faszination wird schnell Anziehung, eine Freundschaft entsteht.

Doch das Glück ist fragil, bald mischen sich seltsame Untertöne in die häusliche Idylle. Die Waschmaschine läuft, obwohl niemand sie angestellt hat, die Nachbarn melden sich zu Wort, und dann taucht zu allem Überfluss auch noch ein Mann auf, der Gefallen an Valentina gefunden hat. Robert (Jannek Petri) ist sympathisch und unkompliziert und schneit immer öfter herein, doch Valentina entzieht sich und ist tagelang verschwunden.

Übrig bleibt Anna. Sie versucht, mit den Geschehnissen in dem zerfallenden Haus Schritt zu halten, aber langsam wächst ihr alles über den Kopf.

Von der Heimat der kleinen weißen Taube (Arbeitstitel)

Dokumentarfilm - geplante Länge: 30 Minuten
voraussichtliche Veröffentlichung: noch nicht bekannt

Autor/Regie: Thomas Gaevert
Animation: Hans Jörg Herrmann
Kamera/Schnitt: Stefan Urlaß
Produktion: Stefan Urlaß / urlassfilm

Trailer