Das Generationenprojekt
Der Uranabbau in Ostdeutschland und seine Folgen

Sendetermin: Mittwoch, 27. Februar 2019, 22.03 Uhr, SWR2 Feature - 55 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Wolfram Wessels
Regie: Iris Drögekamp

Die „Wismut AG“ war ein von der sowjetischen Besatzungsmacht geführtes Bergbauunternehmen, das seit 1946 Uran im Erzgebirge förderte. Die Sowjetunion brauchte das Uran zum Bau ihrer Atomwaffen. Dessen Förderung war mit großen Umweltschäden verbunden. Wer hier arbeitete, atmete mit dem Staub zugleich radioaktives Radongas ein. Doch nicht nur die Bergleute waren betroffen, denn der Wind wirbelte die Schadstoffe von den Abraumhalden und Absetzanlagen in die Wohnorte. Hinzu kamen hunderte von Wetterschächten, welche die radonhaltige Luft an die Oberfläche leiteten. Zudem wurde kontaminiertes Grubenwasser aus den Stollen in die Flüsse gepumpt.

 

Foto rechts: Zentralhalde Oberschlema (1950)
© Privatsammlung Klaus Moldenhauer, Nordhausen

1990 endete der Uranabbau im Erzgebirge. Es begann Deutschlands größtes Projekt in Sachen Umweltsanierung. Doch die radioaktive Vergangenheit lässt sich nicht einfach zuschütten. Sie rumort in der Tiefe und drängt immer wieder nach oben. Wie geht man heute damit um? Kann es unter diesen besonderen Umständen überhaupt eine erfolgreiche Sanierung geben und wie sieht sie konkret aus? Welche Methoden mussten dafür entwickelt werden? Die Hörfunkdokumentation berichtet über ein weltweit einmaliges Umweltprojekt.

Foto links: Dr. Jan Laubrich, Projektleiter Hydroanlagen der Wismut GmbH, Standort Ronneburg
© 2018: Thomas Gaevert

 

Deutschland ist ein weißgeblümtes Kleid
Warum die Vietnamesin Huong Trute vor über 40 Jahren in die DDR kam und blieb

Sendetermin: Mittwoch, 6. März 2019, 15.05 Uhr, SWR2 Leben - 25 Minuten

Autor: Thomas Gaevert
Redaktion: Ellinor Krogmann
Regie: Günter Maurer

Als Huong Trute 1976 für eine Berufsausbildung in die DDR kam, stellte sie sich Deutschland wunderschön vor. So schön war es nicht, aber sie ist geblieben, auch als viele ihrer Landsleute - Vertragsarbeiter wie sie - nach dem Fall der Mauer nach Vietnam zurückkehrten. Heute arbeitet sie ehrenamtlich für eine bessere Verständigung zwischen Vietnamesen und Deutschen. Und sie betreibt ein eigenes Restaurant in Wernigerode.

Von der Heimat der kleinen weißen Taube (Arbeitstitel)

Dokumentarfilm - geplante Länge: 30 Minuten
voraussichtliche Veröffentlichung: 2018

Autor/Regie: Thomas Gaevert
Animation: Hans Jörg Herrmann
Kamera/Schnitt: Stefan Urlaß
Produktion: Stefan Urlaß / urlassfilm

Trailer

 

Das Haus hat gelbe Fenster
Eine Gruselfiktion von Maidon Bader und Thomas Gaevert

Hörspiel-Produktion - 2018/2019
Länge: ca. 50 Minuten

Darsteller: Annabelle Leip, Nicole Gospodarek, Jannek Petri

Am Stadtrand steht ein denkmalgeschützes Haus, dem Verfall anheim gegeben. Zwei Frauen treffen dort aufeinander, sie könnten kaum unterschiedlicher sein: Anna (Annabelle Leip), die der Enge eines geregelten Lebens entflohen ist, und Valentina (Nicole Gospodarek), eine heimatlose Künstlerin. Anna sieht Valentina dabei zu, wie sie in den Tag hinein lebt und kompromisslos ihre Kunst-Aktionen inszeniert. Zuerst ist Anna schockiert, dann fasziniert. Aus Faszination wird schnell Anziehung, eine Freundschaft entsteht.

Doch das Glück ist fragil, bald mischen sich seltsame Untertöne in die häusliche Idylle. Die Waschmaschine  läuft, obwohl niemand sie angestellt hat, die Nachbarn melden sich zu Wort, und dann taucht zu allem Überfluss auch noch ein Mann auf, der Gefallen an Valentina gefunden hat. Robert (Jannek Petri) ist sympathisch und unkompliziert und schneit immer öfter herein, doch Valentina entzieht sich und ist tagelang verschwunden.

Übrig bleibt Anna. Sie versucht, mit den Geschehnissen in dem zerfallenden Haus Schritt zu halten, aber langsam wächst ihr alles über den Kopf.